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Warum die „Magnificent 7“ an Glanz verloren haben

16.07.2026

Warum die „Magnificent 7“ an Glanz verloren haben

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Autor - Josef Stadler

Technologie dominiert weiterhin die Aktienmärkte. Während jedoch die Hersteller von Speicherchips und deren Zulieferer boomen, verlieren die Unternehmen, die diese Chips in ihren großen Rechenzentren einsetzen, an Wert. Die sogenannten „Magnificent 7“ (Mag7) – das sind die bekannten Konzerne Alphabet (Mutterkonzern von Google), Amazon, Apple, Meta (Mutterkonzern von Facebook), Microsoft, Nvidia und Tesla – waren zuletzt an den Börsen weniger gefragt. Haben die Investoren das Interesse beziehungsweise das Vertrauen in die Mag7 verloren, oder gibt es fundamentale Gründe für das schlechtere Abschneiden in diesem Jahr?

Der folgende Kurschart zeigt die Entwicklung der Mag7 im Vergleich zu den übrigen 493 größten Unternehmen im Bloomberg US 500 Index seit Jahresbeginn 2026. Die Underperformance der ehemaligen Börsenstars betrug zuletzt fast 12 Prozent (Quelle: Bloomberg Finance LP, 9.7.2026).

Grafik: MAG 7 Index vs Bloomberg 500 ex Mag 7 Quelle: Bloomberg, 9.7.2026

Mag 7 vs Rest n

Im Durchschnitt sollten die Gewinne der Unternehmen im Mag7-Index laut Analystenschätzungen auch 2027 stärker steigen als der Gesamtindex ohne Mag7 (BB US 500 ex Mag7). Schließt man hingegen Nvidia aus dieser Betrachtung aus, liegt das erwartete Gewinnwachstum bereits einige Prozentpunkte unter dem BB US 500 ex Mag7.

Viele Investoren hinterfragen zudem die erheblichen Investitionen der sogenannten Hyperscaler kritisch. Alphabet, Amazon, Microsoft und Meta haben für dieses Jahr Investitionen in Höhe von mehr als 700 Milliarden US-Dollar eingeplant, davon etwa die Hälfte fremdfinanziert (Quelle: Bloomberg News, 9.7.2026).

Auf breiter Front

Obwohl die Performance der Mag7 aufgrund ihrer Marktkapitalisierung nach wie vor die Performance der verschiedenen Indizes stark beeinflusst, beobachten wir seit Jahresbeginn eine größere Marktbreite, das heißt, mehr Unternehmen aus dem Index tragen zur Kursentwicklung bei.

Durch den von Künstlicher Intelligenz (KI) getriebenen Boom bei Rechenzentren haben Aktien aus anderen Sektoren wie Industrie und Versorgung ebenfalls Aufwind erhalten. Zudem hat der Ölpreisanstieg infolge des Iran-Konflikts die Öl- und Gasunternehmen kurzfristig wieder in den Fokus der Investoren gerückt. Anstatt von einigen wenigen Billionen-Dollar-Tech-Unternehmen getrieben zu werden, haben sich die Gewinne vieler Unternehmen im Index ausgeweitet.

Eine Auswertung unseres Research-Partners Ned Davis Research („Percentage of S&P 500 Stocks Outperforming the S&P 500 over the Calendar Year“, 9. Juli 2026) zeigt, dass im ersten Halbjahr 2026 mehr als 44 Prozent der Aktien im S&P 500 Index den Index outperformen konnten. Dieser Wert liegt um 13 Prozentpunkte höher als im Vorjahr.

Unsere Investmentstrategie

Ein selektives Vorgehen bei der Auswahl von Aktien ist daher nach unserer Einschätzung unerlässlich. In unseren Aktienportfolios verfolgen wir einen fundierten Selektionsprozess, der neben Unternehmenskennzahlen und Analystenschätzungen auch technische Indikatoren berücksichtigt.

Wir vermeiden zudem eine Konzentration auf wenige Titel, Sektoren oder Themen (zum Beispiel Künstliche Intelligenz oder Rüstung), da dies zu einem beträchtlichen Klumpenrisiko führen kann. In den sogenannten „Magnificent 7“-Aktien sind wir sowohl in den aktiv verwalteten US-Portfolios als auch in den globalen Portfolios deutlich untergewichtet.

Disclaimer

Hierbei handelt es sich um eine Marketingmitteilung der Kathrein Privatbank Aktiengesellschaft im Sinne des Wertpapieraufsichtsgesetzes 2018 und dient ausschließlich der Information. Diese Information hat das Ziel, eine allgemeine Übersicht über aktuelle Marktdaten sowie die Marktmeinung der Kathrein zu geben und beinhaltet keine direkte oder indirekte Empfehlung für eine bestimmte Anlagestrategie im Sinne einer Finanzanalyse. Bei der Anlage in Wertpapiere sind Kursschwankungen aufgrund von Marktveränderungen jederzeit möglich. Angaben und Darstellung mit Bezug auf die Vergangenheit lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf zukünftige Ergebnisse zu. Für die Richtigkeit der Daten kann trotz sorgfältiger Recherche und Erfassung keine Haftung oder Garantie übernommen werden.

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